christian fibikar
iris gesang
frank gutsche
lisa hammelehle
henno osberghaus
frank zintner
Reportage
Grabsteine aus Kinderhand
arte | 2003 | 30min | BetaSP
Kinderrechte: Kindernothilfe-Stiftung vergibt Medienpreise
Kinder auf der Flucht, missbraucht, ausgebeutet
(Duisburg, 31.08.) Autoren der Süddeutschen Zeitung, von ARTE und vom RBB haben die Medienpreise der Kindernothilfe-Stiftung 2004 gewonnen. Frank Domhan und Henno Osberghaus gewannen in der Sparte Fernsehen für ARTE mit einer Reportage über ausbeuterische Kinderarbeit, Michael Bitala (Süddeutsche Zeitung) traf Kinder und Jugendliche in Uganda auf der Flucht vor dem Rebellenführer Joseph Kony. Jens Jarisch (RBB) überzeugte mit einer O-Ton-Reportage über das von Missbrauch, Drogen und Babystrich gezeichnete Schicksal einer jungen Frau in der Sparte Hörfunk.
In "Grabsteine aus Kinderhand" berichten Frank
Domhan und Henno Osberghaus
in der ARTE Reportage über Grabsteine auf deutschen Friedhöfen, die von indischen Kindern hergestellt wurden. Die Autoren zeigen, wie Kinderarbeiter in indischen Steinbrüchen schuften und Sklaven in Schuldknechtschaft unter unmenschlichen Bedingungen Grabsteine, edle Fassaden und Baumaterialien für den deutschen Markt produzieren.
[…]
In der diesjährigen
Jury
waren: Bruno Funk (ARTE), Katrin Hummel (FAZ), Stephan Karkowsky (WDR 2 Moderator), Carin Pawlak (Focus) sowie Ariane Vuckovic (ZDF).
Sie zeichnete die Beiträge aus, weil sie in hervorragender Weise auf Kinderrechtsverletzungen hinweisen. Das Preisgeld beträgt jeweils 2.500 Euro.
Christina Rau
, Mitglied im Kindernothilfe-Stiftungsrat, und
Dr. Norbert Blüm
, Stiftungsratsvorsitzender, vergeben die Preise am 8. November 2004 in der NRW Landesvertretung in Berlin, Gastgeberin ist NRW-Bildungsministerin Ute Schäfer. ARD-Sportschau Moderatorin
Monica Lierhaus
wird die Gäste durch den Abend führen. Die Laudatio auf die Preisträger hält
Hans Leyendecker
(Süddeutsche Zeitung). Der Medienpreis ³Kinderrechte in der Einen Welt² wird jährlich vergeben, 2004 zum sechsten Mal. In diesem Jahr bewarben sich 54 Autorinnen und Autoren, so viele wie 2003.
[…]
hib-Meldung vom Stand: 29.10.2003
FDP will Auskunft über Maßnahmen gegen Kinderarbeit in Indien
Entwicklungszusammenarbeit/Kleine Anfrage
Berlin: (hib/WOL) Nach Kenntnissen der Bundesregierung über Kinderarbeit in indischen Steinbrüchen erkundigt sich die FDP-Fraktion in einer Kleinen Anfrage (15/1817). Die Liberalen beziehen sich auf einen von "Arte" ausgestrahlten Beitrag "Grabsteine aus Kinderhand", in dem eine der schlimmsten Formen von Kinderarbeit verbunden mit Schuldknechtschaft gezeigt werde. Bezug wird darüber hinaus auf eine Studie der internationalen Arbeitsorganisation (ILO) genommen, wonach 246 Millionen Kinder in Vollzeitarbeit - also nicht als temporäre Mithilfe im Familienbetrieb oder zur Aufbesserung des Taschengeldes - arbeiten müssen. 73 Millionen arbeitende Kinder seien unter zehn Jahre alt. Jährlich würden 22 000 Kinder bei Arbeitsunfällen sterben. Die Abgeordneten wollen wissen, ob es zutrifft, das Indien weder das grundlegende Übereinkommen Nr. 138 zur Kinderarbeit und zum Jugendarbeitsschutz, noch die internationale Konvention gegen die schlimmste Form der Kinderarbeit (ILO-Übereinkommen Nr. 182) unterzeichnet habe. Gefragt wird, welche Instrumentarien die Bundesregierung nutzen will und kann, um in Indien die Bereitschaft zu stärken, die Kinderarbeit wirksam zu beseitigen und damit ein kindgerechtes Aufwachsen zu sichern. Gefragt wird auch, ob die Bundesregierung im Bereich der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit Maßnahmen ergreifen wird, um die Kinderarbeit im indischen Steinbrüchen einzudämmen und ob es vorstellbar sei, internationale Initiativen zu fördern die - ähnlich wie in der Teppichindustrie - gegen Kinderarbeit vorgehen.
Autor:
Henno Osberghaus
, Frank Domhan
Kamera:
Frank Gutsche
Ton: Frank Domhan
Schnitt:
Christian Fibikar
Produktion:
LAVAFILM
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