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„Du fährst jetzt auf den Friedhof nach Wilmersdorf und drehst ein Porträt über eine Frau die Särge bemalt!“. Das war mein erster Praktikumstag bei einem kleinen Berliner Lokalsender. Am Ende war es ein 3-Minuten-Film und mein allererster Fernsehbeitrag.
Mit Friedhöfen hatte ich danach nicht mehr soviel zu tun – mit Menschen, die scheinbar merkwürdige Dinge tun schon: schwer behinderte Kampfsportler die Kokosnüsse mit der bloßen Hand zerschlagen. Pharmavertreter die in ihrer Freizeit über westfälische Felder rasen und Tornados jagen. Ingenieure, die einen ganzen Bahnhof schweben lassen und beiseite schieben.
Was mich daran fasziniert? Es sind Menschen, die etwas zu erzählen haben. Und es sind Geschichten von Bauprojekten, Wetterphänomenen oder Flughäfen – „Wie funktioniert das? Was steckt dahinter? Stimmt das alles überhaupt?“ Journalismus braucht gute Fragen und klare Antworten.
Ich bin immer wieder aufs Neue begeistert, wenn aus einer Idee plötzlich bewegte Bilder werden. Wenn auf dem Dreh und im Schnitt echtes kreatives Teamwork entsteht. Ich brauche den Spaß, immer wieder neu und anders an jedes Thema ranzugehen. Standard ist langweilig!
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